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Aus den Ortsfeuerwehren   Ortsfeuerwehr Diepholz zieht Bilanz
07.02.2017 von Kevin Siebe

Fast 11.600 Stunden ehrenamtliche Arbeit


Diepholz - „Von den ganz großen Einsätzen sind wir in unserem Ausrückebereich so einigermaßen verschont geblieben,“ blickte Ortsbrandmeister Rolf Gatzemeier in der Generalversammlung der Ortsfeuerwehr Diepholz der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Diepholz auf ein ebenso arbeits- wie ereignisreiches Jahr zurück.

Die Zahl der Einsätze, in die insgesamt 1394 Kameradinnen und Kameraden eingespannt waren, nahm gegenüber dem Vorjahr um 18 auf 146 zu. Spitzenreiter waren 56 (36) technische Hilfeleistungen und 43 (35) Brandeinsätze.Der mit Abstand größte Einsatz war am Ostermontag die „überörtliche Löschhilfe“ bei der Firma Wiesenhof in Lohne, wo eine komplette Produktionshalle in Vollbrand stand. Die Wehr rückte mit mehreren Löschfahrzeugen sowie alter und neuer Drehleiter nach Lohne aus. Bitterer Beigeschmack: Durch vermutlich nicht ganz schadstoffarmen Rauch wurde die neue Drehleiter arg in Mitleidenschaft gezogen und beginnt munter vor sich hin zu oxidieren. „Dafür eine Lösung zu finden, wird sicher nicht so einfach,“ macht sich Rolf Gatzemeier große Sorgen.

Unvergessen bleibt auch der 7. Juni, bei dem die Wehr nach Starkregen an insgesamt 47 Objekten eingesetzt war.

Die Zahl der Mitglieder ging letztes Jahr um fünf auf 163 zurück. Die stärkste Gruppe sind die Aktiven mit 76 Kameraden (davon 15 weiblich), gefolgt von der Jugendfeuerwehr mit 55 (23 Mädchen), der Kinderfeuerwehr mit 17 (3) Mitgliedern und die Altersgruppe mit 16 Kameraden.
Nicht auf Zahlen ausruhen

Gatzemeier appellierte an die Versammlung, neue Mitglieder zu werben. Noch seien die Mitgliederzahlen hier stabil und keineswegs Besorgnis erregend, doch darauf ausruhen dürfe man sich nicht.

Die Ausbildung nimmt in allen Feuerwehren einen hohen Stellenwert ein. Auch in Diepholz. Hier wurden im vergangenen Jahr 22 Dienste mit durchschnittlich 36 Teilnehmern absolviert. Diese Dienste schlugen mit 2883 Stunden zu Buche.

Viele Kameradinnen und Kameraden nahmen an Lehrgängen und Weiberbildungen teil und opferten dafür 4706 Stunden ihrer Freizeit. Dazu kommen, so Gatzemeier weiter, noch 1700 Stunden für Sitzungen, Vorbereitungen für die Dienste und Arbeitsdienste, nochmals 210 Stunden Übungsdienste der Wettkampfgruppen und 1200 Stunden in der Kreisfeuerwehrbereitschaft 3 hinzu. Summa summarum: 11.547, 5 Stunden. Bei 76 Aktiven sind das 151,9 Stunden ehrenamtliche Arbeit pro Feuerwehrkamerad.

Der Ortsbrandmeister ging in seinem Bericht auch auf „sonstige Aktivitäten“ im vergangenen Jahr ein. Die reichten von den Stadtwettbewerben über die Unterstützung bei Veranstaltungen wie Stadtlauf und Laternenumzüge bis hin zur „Blaulichtparty“ .

Rolf Gatzemeier bedankte sich bei Rat und Verwaltung der Stadt Diepholz, beim Feuerwehr-Förderverein sowie bei Polizei und Rettungsdiensten für vielfältige Unterstützung und gute Zusammenarbeit.

Danke sagte der Ortsbrandmeister auch den Kameraden, die die Ausbildungsdienste vorbereiten und durchführen, den Alterskameraden, die regelmäßig unter anderem die Bohrbrunnen überprüfen, der Jugend- und der Kinderfeuerwehr für die dort geleistete Arbeit und letztlich auch dem Küchenteam, das auch bei dieser Versammlung wieder für einen Imbiss gesorgt hatte.


(Text: Kreiszeitung Diepholz)


Bericht Diepholzer Kreisblatt


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