Hitzeschutzanzug

Hitzeschutzanzug

 

Hitzeschutzanzüge dienen dem Schutz von Personal vor extremer Hitzestrahlung bei sehr heißen Bränden. Thermische Risiken sind Flammen, Kontakthitze, Strahlungshitze, Funken, feuerflüssiger Medien sowie heiße Gase und Dämpfe. Die Schutzwirkung der Kleidung muss während der Einwirkung erhalten bleiben, das heißt, die Kleidung muss selbst verlöschend sein, sie darf nicht schmelzen und nicht schrumpfen.
Hitzeschutzbekleidung besteht aus einem mehrlagigen, isolierenden Innenanzug (meist Aramide, Imide oder Duromere) und einer Metallbeschichtung (meist aluminiumbedampft), die die Hitzestrahlung vom Körper fernhält.
Einsatzbereiche für den Schutzanzug der Feuerwehr sind alle Lagen mit ungewöhnlich starker Wärmestrahlung, beispielsweise Brände in Chemiefabriken, an Ölförderanlagen oder Tank-/Kesselwagen. Prinzipiell könnte der Hitzeschutz auch bei der Brandbekämpfung bzw. zur Personenrettung eingesetzt werden.

Bei der Feuerwehr wird dieser „silberne“ Hitzschutz in drei Formen eingesetzt:

Form I: Handschuhe mit Stulpen und Kopfschutzhaube (heute nur noch selten zu finden)
Form II: Mantel mit integrierter Kopfschutzhaube und Handschuhen
Form III: ein- oder zweiteiliger Ganzkörperanzug mit integrierter Kopfschutzhaube, Handschuhen und Füßlingen. Ein Atemschutzgerät ist unter diesem Anzug angelegt.